Branchenberichte behaupten, die durchschnittliche Engagement-Rate in deiner Branche liege bei 4,7 Prozent. Deine letzte Kampagne kam auf 3,2. Du fühlst dich im Rückstand. Aber der Bericht hat E-Mail-Klicks gemessen, du hast Formularanfragen auf deiner Website gemessen. Du vergleichst Verschiedenes und nennst es Richtwert.
Was ist eine gute Engagement-Rate? Es gibt keine einzelne Zahl, die für jedes Unternehmen, jeden Kanal und jede Inhaltsart passt. Richtwerte für die durchschnittliche Engagement-Rate geben Orientierung, aber dein bester Richtwert ist deine eigene bisherige Leistung. So setzt du realistische Erwartungen und sinnvolle Ziele.
Was ist eine gute Engagement-Rate?
Eine gute Engagement-Rate zeigt, dass deine Zielgruppe so aktiv mit deinen Inhalten interagiert, dass es deine Geschäftsziele unterstützt. Die Zahl selbst schwankt je nach Zusammenhang stark.
Richtwerte aus Branchenberichten können dir Orientierung geben, mischen aber oft verschiedene Berechnungsmethoden und Kanäle. Nutze sie als grobe Anhaltspunkte, nicht als feste Massstäbe.
Durchschnittliche Engagement-Rate nach Bereich
Diese Bandbreiten sind ein Startpunkt. Deine Ergebnisse hängen von der Grösse deiner Zielgruppe, der Qualität deiner Inhalte und deiner Branche ab.
1. Unternehmenswebsites
Wenn drei bis fünf Prozent der Besucher pro Besuch eine sinnvolle Aktion ausführen, ist das ein solider Ausgangswert für Inhaltsseiten. Landingpages mit klaren Handlungsaufforderungen erreichen oft höhere Werte.
2. E-Mail-Kampagnen
Eine Klickrate (CTR) von zwei bis fünf Prozent ist in den meisten Branchen üblich. Sehr gezielte Listen mit engagierten Abonnenten liegen oft über fünf Prozent.
3. Community- und Social-Media-Inhalte
Ein bis fünf Prozent Engagement im Verhältnis zur Reichweite sind für Unternehmenskonten üblich. Kleinere Nischenzielgruppen erreichen oft höhere Werte, weil die Inhalte gezielter sind.
So setzt du deine eigenen Engagement-Ziele
Beginne mit deinem aktuellen Ausgangswert. Berechne deine Engagement-Rate für die letzten drei Monate. Diese Zahl ist dein Startpunkt, nicht deine Obergrenze.
Setze dir ein bescheidenes Verbesserungsziel. Ein relativer Anstieg von zehn bis zwanzig Prozent gegenüber deinem Ausgangswert ist ehrgeizig, aber machbar. Von drei auf 3,6 Prozent zu kommen, ist ein echter Fortschritt.
Vergleiche Seiten und Kampagnen untereinander, nicht nur mit Branchendurchschnitten. Deine beste Seite ist dein relevantester Richtwert.
Die Berechnung findest du unter So berechnest du die Engagement-Rate. Einen Überblick über alle Kennzahlen gibt dir Was ist die Engagement-Rate.
Häufig gestellte Fragen
Ist meine Engagement-Rate zu niedrig, wenn sie unter dem Branchendurchschnitt liegt?
Nicht unbedingt. Branchendurchschnitte enthalten oft grosse Marken mit riesigen Zielgruppen, die ganz natürlich niedrigere Werte haben. Ein kleines Unternehmen mit einer gezielten Zielgruppe sollte sich mit der eigenen Entwicklung vergleichen, nicht mit Konzernen mit Millionen von Followern.
Welche Engagement-Rate sollte ich für meine Website anstreben?
Versuche, deinen eigenen Ausgangswert innerhalb von drei Monaten um zehn bis zwanzig Prozent zu verbessern. Liegt deine aktuelle Engagement-Rate bei vier Prozent, ist 4,4 bis 4,8 Prozent ein gutes Ziel. Stetige Verbesserung zählt mehr, als eine willkürliche Branchenzahl zu erreichen.
Warum schwankt meine Engagement-Rate zwischen den Seiten so stark?
Verschiedene Seiten erfüllen verschiedene Zwecke. Ein Blogartikel zum Lesen hat ein anderes Engagement-Muster als eine Bestellseite, die zum Abschluss führen soll. Vergleiche ähnliche Seitentypen miteinander, statt alles in einen Durchschnitt zu werfen.
Wie verbessere ich eine unterdurchschnittliche Engagement-Rate?
Teste klarere Handlungsaufforderungen, verbessere die Relevanz deiner Inhalte, verkürze die Ladezeiten und setze interne Links zu verwandten Inhalten. Ändere immer nur eine Sache und miss die Wirkung. Mit dem Website-Builder von WEMASY und den eingebauten Analysen passt du Seiten an und siehst, ob das Engagement steigt.
Beeinflusst die Grösse der Zielgruppe, was als gute Engagement-Rate gilt?
Ja. Kleinere Zielgruppen haben meist höhere Engagement-Raten, weil die Inhalte gezielter sind. Ein Unternehmen mit fünfhundert engagierten E-Mail-Abonnenten hat oft höhere Klickraten als eines mit fünfzigtausend passiven. Die Grösse wirkt sich auf die Richtwerte aus.
Wie oft sollte ich meine Engagement-Rate mit Richtwerten vergleichen?
Einmal pro Quartal. Die monatliche Beobachtung deiner eigenen Entwicklung bringt mehr, als dich ständig mit externen Richtwerten zu vergleichen. Externe Durchschnitte sind nur ein Ausgangspunkt. Deine eigene Trendlinie zeigt dir, ob deine Strategie funktioniert.